QiGong
Das fernöstliche QiGong wird im Westen leider oft "nur" als eine Art Körperübung gelehrt, aber gerade das enge Wechselspiel zwischen Vorstellungskraft, Bewegung und Atmung zeichnet QiGong-Übungen aus: Über die Entspannung des Körpers wird der Geist beruhigt und über
die Beruhigung des Geistes entspannt sich der Körper in einer Haltung der Achtsamkeit.
QiGong fördert und stärkt die Gesundheit, aber letztlich ist dies
eine erwünschte Begleiterscheinung eines viel umfassenderen Prozesses
der Selbsterkenntnis, Persönlichkeitsbildung und Entfaltung von Mitmenschlichkeit und Empathie.
Der Begriff „QiGong“ ist ein Kunstwort aus dem China der 50er Jahren
des 20. Jahrhunderts, ein Sammelbegriff für eine große Vielfalt
von verschiedenen Übungssystemen, die wiederum in unterschiedlichsten philosophischen Schulen und historischen Zusammenhängen entwickelt wurden und im China Maos oft auf den Aspekt der Gesundheitspflege reduziert wurden. Dass QiGong die Gesundheit fördert, z.B. das Immunsystem stärkt, den Blutdruck reguliert, das Verlangen nach Suchtstoffen dämpft und insgesamt Stress abbaut, das allein macht QiGong für viele Übende interessant.
Gleichzeitig ermöglichen QiGong-Übungen aber auch eine umfassende Entfaltung der Persönlichkeit. Man wird unabhängiger von äußerer Bestätigung und findet in sich eine Heimat.